Folge 22

Freundschaft und Erfahrung. Spiritualität nach Teresa

In der dritten Folge unserer Serie zum Thema Spiritualität springen wir in die frühe Neuzeit. Teresa von Ávilas bekanntestes Werk «Die innere Burg» widmet sich der Seele des Menschen. Die spanische Mystikerin beschreibt die Seele als Burg mit vielen Räumen und Gemächern. Auf der Suche nach Gott wandelt der Mensch in ihnen umher. Im Zentrum, im Innersten des Selbst, kann er oder sie Gott finden. Die Überzeugung, dass der Weg zu Gott nach innen führe, ist neu – und war in den Kirchenkreisen des 16. Jahrhunderts nicht gerne gesehen. Denn nach Teresas Vorstellung ist es allein die eigene Erfahrung, die den Menschen zu Gott führt. Es braucht niemanden von aussen, der oder die sagt, «wo es langgeht». Erfahrung ist bei Teresa zugleich eingebettet in ein religiöses Wissen und in kirchliche Bezüge. Teresa gründet den Orden der Unbeschuhten Karmelitinnen und schreibt eine Ordensregel. Das unterscheidet ihr Modell von dem modernen Verständnis einer individuellen Gott- und Sinnsuche. Warum fasziniert es dennoch bis heute? Was nehmen wir daraus mit? Und worin besteht der Unterschied zwischen Teresa von Ávila und ihrem nicht weniger bekannten Zeitgenossen Ignatius von Loyola? Diese Fragen diskutieren wir heute. Komm und setz Dich dazu!

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