In der zweiten Folge unserer Serie zum Thema Spiritualität widmen wir uns einer der wichtigsten Figuren der Christentumsgeschichte: Franz von Assisi, dessen Todestag sich dieses Jahr zum 800. Mal jährt. Ende des 12. Jahrhunderts in eine wohlhabende Familie hineingeboren, entschied er sich nach einem Bekehrungserlebnis zu einem Leben in Armut. Diese Art der Christus-Nachfolge war im sozialen Umfeld des Mittelalters bereits präsent: Mehrere Orden wie die Waldenser und die Humiliaten vertraten das Armutsideal. Franziskus wurde jedoch zu dessen prominentestem Vertreter. Darüber hinaus prägte sein Blick auf die Schöpfung das weitere Denken. Was heisst Armut mit Blick auf Spiritualität? Ist Armut als Ausdruck authentischen Glaubens sinnvoll oder sollte es nicht eher die Armutsbekämpfung Ziel der Menschen sein? Wie passt beides zusammen? Franziskus war kein Sozialreformer, sondern ein Gott-Sucher. Geht dieser Aspekt heute nicht manchmal verloren? Und können wir aus Franziskus‘ Art der radikalen «Nachfolge» Jesu nicht trotzdem auch ethisch relevante Erkenntnisse ziehen? Um diese Fragen geht es heute. Komm und setz Dich dazu!